Gibt es ein Leben nach funfzig?
Mein Beitrag zum Klimawandel
Mit fünfzig Jahren trägt man das Gesicht, das man verdient hat – oder eines, das man sich
leisten kann. Désirée Nick hat den Schritt gewagt und ist offiziell und ohne Scham in den
Club der Fünfzigjährigen eingetreten – so wie Millionen andere aus ihrer Generation der
Babyboomer. Ist diese Grenze erstmal überschritten, scheint alles möglich. Pille ade:
während die Frauen in den Wechseljahren die Tampons von der Einkaufsliste streichen
können, fügen Männer Viagra zur Liste hinzu. Ganz neue Freiheiten ohne die
Selbstzweifel der Jugend warten darauf, ausgekostet zu werden. Was einen aber auch
erwartet: Hüftspeck, Truthahnhals, Ausgaben für Antifaltencremes so hoch wie ein
Jahresurlaub und Dr.-Scholl-Schuheinlagen. Und spätestens wer geliftet die Tanzfläche
stürmt, sobald I will survive ertönt, sieht wirklich alt aus. Selbstironisch nimmt Désirée Nick
kein Blatt vor den Mund wenn es ums Älterwerden geht – und verschont auch in ihrem
Umfeld weder Botox-LiebhaberInnen, Toupetträger noch Möchtegern-Playboys mit
abgelaufenem Verfallsdatum.
Leseprobe
»Ich glaube, wir fürchten unseren fünfzigsten Geburtstag so sehr, weil er die Erinnerung
an den 13. wie ein Déjà-vu-Erlebnis aufleben lässt. Und zwar mit der Wucht einer
Naturgewalt. Wir fürchten uns auch, weil wir wissen, dass ein Sich-gegen-dasÄlterwerden-
Stemmen bedeutet, sich mit Mutter Natur anzulegen. Und die kennt keine
Gnade. Wie also haben wir uns diesen vermaledeiten fünfzigsten Geburtstag
vorzustellen? Werden wir mit 49 als rassige, voll erblühte Schönheit ins Bett gehen, mit
makellosem Teint und nach allen Regeln der Kunst gewartetem Haupthaar, hohen
Wangenknochen und sorgsam gepflegtem Kussmund? Und werden wir am nächsten
Morgen dann vom gleißenden Licht unserer wild lodernden Geburtstagstorte geweckt?
Ich habe mir doch nur die Torte mit fünf Kerzen gewünscht! Eher als Zitat oder Symbol
oder als Erinnerung an meinen dritten Geburtstag, als ich faltenfrei und rosig war. Und nun
bedroht mich dieses bengalische Feuer, hämisch und zynisch flackernd!
Müssen wir uns vor Verbrennungen fürchten, wenn wir an unserem Fünfzigsten die
Kerzen ausblasen sollen? Wird es uns in der Nähe der Torte zu heiß sein? Muss ich
Baumwolle statt Polyester tragen, damit meine Bluse kein Feuer fängt? Wie heiß soll mir
denn noch in der Mitte des Lebens werden, verdammt noch mal! Werden die Kerzen am
Ende gar teurer sein als der ganze Kuchen?
Im Übrigen assoziiere ich mit fünfzig Kerzen irgendwie diese Lichtermeere, die verstörte
Schulklassen in ihrer Trauer bilden, wenn mal wieder Amokschützen ein ganzes Kollektiv
von Lehrern niedergeballert haben. Oder wenn Hunderte schwimmender Kerzen zu
Wasser gelassen werden, um die Absturzstelle eines Düsenjets über dem Atlantik zu
markieren. Nein, am fünfzigsten Geburtstag eine voll entflammte Geburtstagstorte zu
ertragen, das ist kein Zuckerschlecken. Wie heißen noch gleich diese Panikattacken in
Therapeutenkreisen? Sich selbst erfüllende Prophezeiungen? Und was kommt nach den
Kerzen? Werden wir uns ab diesem Tag »alt wie ein Baum« aus dem Bett hieven? Uns
ächzend ins Bad schleppen und im Spiegel die zerknautschte Visage eines Karl Dall
erblicken?
Ich persönlich habe davor keine Angst – weil ich das schon kenne. Auch in meinen
Dreißigern hatte ich oft morgens grundlos ein matschiges Gesicht wie Kuchenteig. Kleine,
aufgequollene Schweinsäuglein, ein schmallippiger Mund, blass und schief, tiefblaue
Augenringe und gerötete, fleckige Haut! Gesamteindruck: vertrocknete, alte Pflaume!
Dabei hatte ich am Abend zuvor noch Komplimente en masse kassiert. Und als Beleg des
optimalen Eindrucks, den ich nachts hinterlassen habe, gab es strahlende Fotos in
meinem Partyalbum. Was passiert mit uns Frauen bloß in der Nacht? Implodieren wir?
Oder werden wir vom lieben Gott für unsere Sünden mit einem Fluch belegt? Irgendein
Teufel kommt des Nachts und macht eine alte Rechnung auf. Jedenfalls ist mir das nicht
geheuer, warum Frauen im Schlaf zerfallen. Männer sehen beim Aufwachen doch auch
genauso aus wie beim Einschlafen. Nur wir Frauen fangen morgens beim Urschleim an
und müssen uns wie ein Puzzle neu zusammensetzen. Wie abstoßend!
Weil ich mich aber in den glorreichen Jahren der Jugend oft als so unattraktiv und
unzulänglich empfunden habe, frage ich mich, wovor ich mich in Zukunft ängstigen soll?
Für mich bedeutete jedes vollendete Jahrzehnt stets Fortschritt! Ich habe Fehler prinzipiell
nie zweimal gemacht. Da mache ich lieber immer neue Fehler.«
LIEBLING, ICH KOMM SPÄTER
Das große Buch vom Seitensprung
Nach dem Seitensprung ist vor dem Seitensprung
Das Alptraumbuch für Männer, die betrügen
Inhalt
Partnerschaftliches Glück und Treue haben nichts miteinander zu tun: die meisten Männer, die fremdgehen, bezeichnen Ihre Partnerschaft sogar als intakt. Und schlimmer noch: Unsere Gesellschaft höhlt die Monogamie ganz bewusst aus und fördert Affären! Luxuslabels wie Cartier, Tiffany, Chanel oder Dom Perignon würden bankrott gehen, wenn alle plötzlich treu wären! An den Schuldgefühlen und Verpflichtungen, die außereheliche Beziehungen mit sich bringen, stoßen sich Wirtschaftsimperien gesund.
Désirée Nick entlarvt in ihrem neuen Buch den Seitenspringer, enthüllt mit ironischem Blick die ganze Wahrheit über die diversen Facetten des Fremdgehens und gewährt heißersehnte Einsichten auf die Frage nach dem Wieso, Weshalb, Warum.
DÉSIRÉE NICK BEI STERN.DE ÜBER EVA HERMAN mehr
DIE ANTWORT AUF EVA H. –
DÉSIRÉE NICK SAGT, WIE
ES WIRKLICH IST!
Beide sind blond, beide sind sie Mutter eines Sohnes. Aber wenn die alleinerziehende Désirée Nick die Thesen der verheirateten Eva Herman liest, kocht sie vor Wut. »Eva go home« ist ihre Aufforderung zum Gefecht: eine kluge, scharfzüngige Entgegnung auf Eva Herman. »Denn eine muss auf den Mist ja antworten, Eva, und wenn nicht ich, ›die depres-siv-suizidal-Alleinerziehende‹, wer dann? Liebchen, das kann ich im Namen meiner Schwestern nicht so stehen lassen, was du uns da an Diskriminierungen als kleinsten gemeinsamen Nenner hinterher wirfst! Bei soviel Unsinn würde Schweigen ja Zustimmung bedeuten!«
Désirée Nick, gefeierte Entertainerin und »RTL-Dschungelqueen mit Weltklasse« (FAZ), gehört zum Feinsten und Gemeinsten, was deutsche Bühnen und Bildschirme zu bieten haben. In ihrem Programm »Désirée Superstar – Sturzgeburt einer Legende« blickt sie auf ihre erste Dekade im Showbiz zurück. Ihr letztes Buch »Was unsere Mütter uns verschwiegen haben« stand viele Wochen auf der Bestsellerliste. Die »alleinerziehende Großstadtromantikerin«, wie sie sich selbst nennt, lebt mit ihrem Sohn in Berlin.
WAS UNSERE MÜTTER UNS VERSCHWIEGEN HABEN
Der Heimtrainer für Frauen in Nöten
Wie soll man wissen, welcher Mann der richtige ist, wenn wir vor unserem Kleiderschrank nicht mal wissen, was wir anziehen sollen?
Desirée Nicks Bestseller »Gibt es ein Leben nach vierzig?« wurde nicht nur gelesen, geliebt und weiterempfohlen, sondern hat das Leben dieser Frauen verwandelt: in ein besseres - in ihr eigenes! Tausende von Lesern aller Kulturen, Sexualitäten, Haarfarben und Größen haben der Autorin daraufhin geschrieben, schickten Danksagungen oder Hilferufe, vor allem aber Fragen, Fragen, Fragen. Und drastische Probleme erfordern nun mal drastische Maßnahmen. Deshalb ist ihr dieses Buch ein Begleiter durch das Chaos zwischen Faltencreme und Kinderwunsch, ein Heimtrainer für Frauen in Nöten – und billiger als jede Therapie!
GIBT ES EIN LEBEN NACH VIERZIG?
Ich war, bin und bleibe 39, verdammt noch mal!
Mit Dreißig ist man in dem Alter, da man endlich seinen Kopf sortiert hat, aber der Körper beginnt, in sich zusammenzufallen. Für eine Frau von Vierzig ist ein toller Mann immerhin leichter zu finden, als ein gut sitzender Bikini. Das lässt doch hoffen, oder? In der Mitte des Lebens haben Sie die fantastische Chance, selbst für Veränderungen zu sorgen. Wenn Ihre Geburtstagstorte so hell erstrahlt, wie ein bengalisches Feuerwerk, unterziehen Sie Ihre persönliche Biografie letzten Korrekturen. Beginnen Sie damit, die Vorteile zu sehen, die Ihnen das älter werden bringt: zum Bespiel ist Vergesslichkeit eine legitime Schwäche unter Senioren ab 35. Vergessen Sie als Erstes, wann Sie geboren sind!